Dienstag, 15. April 2014

Bents Welpentagebuch #1

Seit Samstag stellt nun also ein kleiner Zwergspitz das Leben von Enno und mir auf den Kopf.
Hach, es ist wieder so aufregend, einen Welpen zu haben! Und nun habe ich nicht nur einen Welpen großzuziehen, sondern muss auch noch meinen Junghund im Auge behalten!
Die ersten Spaziergänge mit zwei Leinen waren das reinste Chaos, ich habe mich angestellt wie der letzte Mensch. Heute lief es schon besser; muss aber dazu sagen dass ich Ennos 3-Meter-Leine gegen eine Kürzere getauscht habe. *hust*

Aber fange ich doch erstmal von vorne an. Die Autofahrt hat er tapfer gemeistert, als erstes hat Bent sich auf meinem Arm lautstark den besten Platz zurechtgesucht, von dem er perfekt aus dem Fenster gucken konnte. Nach ein bisschen meckern und gucken wurde der kleine Herr müde und schlief zufrieden ein. Die Autofahrt dauerte zwei Stunden und man kann sagen, eine Stunde war er mit ruhigem Gucken beschäftigt, die andere Stunde verschlief er seelenruhig.

Zuhause angekommen sind wir erstmal auf eine Wiese gegangen, damit Enno und Bent sich kennen lernen konnten.


Enno war sehr, sehr euphorisch, schon fast zu aufdringlich, was Bent nicht gefiel. Nach einiger Zeit legte sich das aber.

Klein-Bent

Mein Enno

Viel Kontakt hatten sie dann allerdings nicht mehr, ich glaube, Enno wusste noch nicht so viel mit dem Kleinen anzufangen. Am nächsten Tag gab es aber die ersten Spielaufforderungen und sie vertragen sich sonst auch sehr gut. :)

Die Katzen reagierten so wie erwartet: Sissy hat ihn ganz cool begrüßt, Juli geht erstmal in die Defensive und faucht, aber das wird.
In der Nachbarschaft ist er, genau wie Enno damals, schon ein kleiner Star und heute ist uns eine Nachbarin samt Tochter gefolgt und extra einen Umweg gelaufen, um die beiden Hunde zu knuddeln. Die zwei haben sich sehr über die Zuneigung gefreut und die Nachbarn waren ebenso begeistert.

Die erste Nacht war recht entspannt, er hat beinahe durchgeschlafen. Ca. fünf Stunden hat er an einem Stück geschlummert.

Bent ist sooooo flink, das ist unglaublich. Ich muss mich auch erstmal daran gewöhnen nun so einen kleinen Hund zu fotografieren oder die Kamera richtig zu halten, wenn ich beide Hunde drauf haben möchte. (Letzteres momentan noch beinahe unmöglich)

Zu schnell für mich

Gas geben

Erzieherisch mache ich momentan noch nicht so viel. Ich geh die Sache entspannt an, ich weiß ja dass es ein Baby ist und lass ihn einfach ganz viel Welpe sein.

Im Freilauf lobe und belohne ich freiwilliges Kommen, rufe ihn auch ab und an, einfach um ein bisschen den Rückruf zu üben. Tricks lasse ich komplett außen vor, die muss er jetzt noch nicht können.

Es ist so schön mitanzusehen, wie sich Bent an Enno orientiert und ebenso wie Enno hin und wieder auf den Kleinen achtet.




Wenn ich den beiden etwas zu kauen gebe, klauen sie es sich gegenseitig. Versuche ich Bent davon abzuhalten, an Ennos Knochen zu gehen, steht der kurzerhand auf und schnappt sich den Knochen aus Bents Bett. Bent will ihm sein Zeug dann immer abnehmen, trägt es in sein Bett, Enno nimmt seinen alten Knochen wieder auf, Bent will es wieder haben und so geht das hin und her.
Solange sich noch keiner darüber beschwert hat, habe ich nun noch nicht eingegriffen.

Gestern hat Enno den Kleinen gemaßregelt, weil er beim Fressen an seinen Napf wollte. Natürlich stehe ich dabei und passe auf, aber Bent war so flink und Enno kam mir einfach zuvor. Er hat geknurrt, gebellt und leicht nach ihm geschnappt. Ich habe das unkommentiert gelassen und Bent startete auch keine Versuche mehr um an Ennos Napf zu gelangen.

Danach war zwischen den beiden wieder Friede-Freude-Eierkuchen.

Im Großen und Ganzen finde ich das Abenteuer bisher ziemlich entspannt. Einerseits, weil ich selbst nicht mehr irgendeinen Unsinn verlange oder erwarte und dadurch einfach viel, viel mehr Spaß an der Sache habe, und andererseits orientiert sich Bent toll an meinem Ersthund (Stichwort Leinenführigkeit), der sich übrigens ganz ganz wunderbar mit der neuen Situation auseinandersetzt.
Ich konnte bisher noch nicht feststellen, dass er weniger auf mich hören möchte. Die kleinen, alltäglichen Rituale, die wir so haben setze ich natürlich fort und ich achte darauf, ihn niemals zu vernachlässigen.

Bent ist eine total coole Socke, der lässt sich so schnell von nichts aus der Ruhe bringen und hat kein Problem damit, sich lautstark mitzuteilen. Ich bin total froh meine beiden Jungs zu haben.

Nun kommen noch ein paar Bilder der letzten Tage.





Rückruuuf

Und schnell wieder den Enno einholen!



Glücklicher Enno

Muss man schon mal aufpassen. :D




Da kommt Bent!


Das war's erst mal, ich sitze schon viel zu lange hier am PC, ich kümmere mich viel lieber um die beiden. :)



- Ennos Frauchen

1 Kommentar:

  1. Oh, die Fotos zu sehen und zu lesen, wie toll die beiden miteinander agieren, da bekomme ich Herzchen in den Augen.
    Ihr drei macht das ganz toll!

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